Geschichte der Marktmusikkapelle Telfs



Laut den Aufzeichnungen des Pfarrarchivs wurde bereits 1751 regelmäßig mit »ein paar Pauggen und Trompeten« beim Gottesdienst musiziert. Eine organisierte »Musikbande« scheint erst 1815 auf, als sechs Musikanten durch das Dorf zogen. Bis 1848 vergrößerte sich diese unter der Leitung des Organisten Franz Kircher auf 20 Mann. 1850 sorgte der junge Lehrer Schennach, ein ausgedienter Oberjäger, für eine Qualitätssteigerung in der musikalischen Leistung. 1899 war wieder ein Aufschwung zu verzeichnen und aus der Feldmusik wurde die Feuerwehrmusik, geleitet von Hauptschuldirektor und Fasnachtschronisten Josef Schweinester. Dieser entwarf auch die jetzige Tracht, nach der die Telfer damals »Blaustrümpfler« genannt wurden.

1932 gab es drei Kapellen in Telfs, die bei verschiedenen Anlässen aufspielten. Unter der Leitung von Pfarrer Othmar Probitzer 1955 wurde die Musikkapelle zu einer der besten im Oberinntal und ein Jahr darauf der Name in Marktmusikkapelle geändert. Eine Vorreiterrolle in Tirol spielte die Telfer Musikkapelle bei der Integration von Mädchen in der Blasmusik, als sie 1962 vier Musikerinnen in ihre Reihen aufnahm. 1973 übernahm Ernst Pöham die musikalische Leitung und wurde drei Jahre später zum Bezirkskapellmeister gewählt. Im Mai 1987 fand die erste Probe im Probelokal des neuerbauten Rathaussaales statt und zur feierlichen Einweihung des Saales wurden auch erstmals die neuen Uniformen getragen.